Mikrofasern – Teil des Mikroplastiks

Mikrofasern schweben feinverteilt im Wasser und können durch herkömmliche Filtrationstechniken nicht entfernt werden.

Mikrofasern sind sehr fein ausgesponnene Chemiefasern. Der Faserdurchmesser beträgt weniger als zehn Mikrometer, das sind hundertstel Millimeter. Einer Studie von der Universität von California Santa Barbara zufolge produziert eine Stadt mit 100 000 Einwohnern ungefähr 170 bis 440 kg Mikrofasern täglich. Umgerechnet auf Österreich wären das zwischen 5 584 500 bis 14 454 000 kg jährlich. Die Mikrofasern, als Teil des Mikroplastics, schweben feinverteilt im Wasser und können durch herkömmliche Filtrationstechniken nicht entfernt werden. Es kann nur ein sehr kleiner Teil aus den Abwasserströmen der Kläranlagen zurückgehalten werden. Länder ohne Kläranlagen leiten Mikroplastik zu 100% weiter.

Die Mikrofasern lösen sich von Textilien durch das Tragen und durch das Waschen.  Eine Schätzung geht von aus, das ungefähr 8% des europäischen Mikroplastiks von synthetischen Fasern in den Ozeanen landet. Umweltbelastung durch Mikroplastik verteilt sich auf die Bereiche: Textilien mit 40%, Kunststoff-Granulate mit 27% und 25% verursacht durch Reifenabrieb.

scource: EEA, UC Santa Barbara, Eunomia, GESAMP

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