Alle haben eine. Alle lieben sie. Jeans sind fast überall tragbar, super zu kombinieren, manchmal sind sie bequem oft aber auch sehr cool. Unsere Kästen sind voll damit. Was macht eine Jeans aus? Ihre Optik, das typische Jeansblau entstand durch das Einfärben des Kettfadens mit Indigo. Ihr durchschnittliches Gewicht beträgt 750g, ein dreiviertel Kilo. Das ist etwas mehr als ein halbes Kilo Stoff. Stoff, aus dem Träume gemacht werden. Jeans Träume.
Kettfäden produziert aus Abfällen von Seidenspinnereien gemischt mit indigogefärbter Baumwolle sowie ein Schussfaden oftmals aus Wolle waren die Anfänge von strapazierfähigem Material. Die beiden Farben und der Materialmix ergaben die spezielle Charakteristik des Stoffes. Diese Stoffe aus Nîmes (Frankreich), hatten durch ihre Robustheit einen sehr guten Ruf und wurden nach Amerika exportiert. Infolge der großen Nachfrage nach dem robusten Material und den ungenügenden Exportmöglichkeiten wurde der Stoff nach Kalifornien nicht mehr importiert, sondern vor Ort produziert.
Da aber die Verarbeitung zu Arbeitshosen für Farmer und Arbeiter Schwachstellen im Gebrauch aufwiesen, kam die Erfindung einer „Hose mit Nieten“ zum richtigen Zeitpunkt. Am 20. Mai 1873 wurde eine Hose mit Nieten von Levi Strauss and Jacob Davis zum US-Patent angemeldet.
Der Aufstieg der Jeans zu einem modernen Kleidungsstück wurde Ende der 50er, Anfang der 60er Jahre durch den revolutionären Charme eines James Dean und Marlon Brando gefördert.
Als Ergebnis von Umfragen und Studien hat jeder Deutsche im Durchschnitt 7 Jeans im Kleiderkasten. Die durchschnittliche Nutzungsdauer einer Hose beträgt je nach Studie zwischen 2 und 4 Jahren. 75 Nutzungstage ergeben das Trageprofil einer Jeans pro Jahr. Die Jahresproduktion von Baumwolle beträgt ungefähr 25 Millionen Tonnen. Davon werden circa 35% für die Herstellung von Denim verwendet.
Unsere veränderte Einstellung hat sich nachhaltig auf den Jeans-Konsum ausgewirkt. Wir tragen Jeans, die mit modernen umweltfreundlichen Methoden bearbeitet werden. Unternehmen haben klare Vorgaben für eine nachhaltige Produktion und halten diese auch ein. Designer finden nachhaltige Wege die Oberfläche von Jeans zu gestalten.
Scource:
die Jeans Redesign Guidelines der Ellen MacArthur Foundation; Textiles Österreich, Renate Dorner; Indigo, Thames & Hudson; Umweltdialog.de